Eine erhöhte diagnostische Entscheidungskraft und eine notwendige, verbesserte Kontrastierung erlangen Bilder des diagnostischen Radiologen durch den Einsatz von Kontrastmitteln. Kontrastmittel sind Medikamente und unterliegen strengen Prüfungs- und Zulassungsverfahren.
Es werden orale Kontrastmittel (zum Trinken), intravenöse (Infusion über die Vene) und kanalikuläre (Gabe über eine feine Sonde in einen Drüsengang) unterschieden. Die Anwendung eines Kontrastmittels bedarf eines Grundes (Indikation) und dieser Grund unterliegt bei jeder Untersuchung der ärztlichen Prüfung. Eine automatische Anwendung findet nicht statt.
Orale Kontrastmittel bestehen aus einer Mischung von Wasser, Bariumsulfat-Suspension und Geschmacksstoffen. Sie werden eine halbe bis eine ganze Stunde vor der Untersuchung verabreicht, um eine Kontrastierung aller Abschnitte des Magen-Darm-Traktes zu erreichen.
Intravenöse Kontrastmittel werden in jodhaltige (für Computertomographie und Angiographie) und nicht jodhaltige (für die Kernspintomographie) unterschieden.
Jodhaltige intravenöse Kontrastmittel können einen Einfluß auf Nieren und Schilddrüse haben. Deshalb sind zur Durchführung einer Untersuchung in manchen Fällen Laborwerte der Nieren und Schilddrüsen erforderlich, um eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion oder die Gefahr einer Schilddrüsenüberfunktion durch das Kontrastmittel rechtzeitg zu erkennen. Ein bei der Anwendung eines jodhaltigen Kontrastmittels auftretendes Wärmegefühl ist normal.
Nichtjodhaltige intravenöse Kontrastmittel der Kernspintomographie (auch magnetische Kontrastmittel) können bei eingeschränkter Nierenfunktion verwendet werden und haben keinen Einfluß auf die Funktion der Schilddrüse. Unverträglichkeitsreaktionen sind eine sehr seltene Ausnahme. Ein bei der Anwendung eines magnetischen Kontrastmittels auftretende Kältegefühl in der Vene ist normal.
Kanalikuläre Kontrastmittel sind in der Regel jodhaltig. Ihre Anwendung führt praktisch nie zu Unverträglichkeitsreaktionen, da der Kontakt mit dem Blutkreislauf fehlt.
In seltenen Fällen kommt es zu Unverträglichkeiten mit Unwohlsein oder Übelkeit. In der Regel handelt es sich dabei nicht um eine allergische Reaktion. Echte allergische Reaktionen sind seltener und verlaufen eher mit Hautrötungen oder Quaddeln, gelegentlich auch mit Kratzen im Hals oder Hustenreiz. Schwere allergische Reaktionen sind sehr selten und zeigen sich mit einer Kreislaufschwäche.
Wir sind auf Unwohlsein und allergische Reaktionen vorbereitet und können hilfreiche Gegenmaßnahmen unmittelbar durchführen.
Es ist hilfreich, schon beim Aufklärungsgespräch auf eine bekannte allergische Disposition hinzuweisen. Zur Untersuchung bitten wir Sie, einen Aufklärungsbogen [40 KB]
auszufüllen und mit Datumsangabe zu unterschreiben. Selbstverständlich erhalten Sie den Aufklärungsbogen auch am Tag der Untersuchung von uns ausgehändigt.
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